Europäische Regulierung

Eine Auswahl an Frischhaltefolien.

In der Europäischen Union (EU) gelten für Food Contact Material (FCM) fast identische Regelungen wie in der Schweiz. Links auf beide Gesetzgebungen finden sich unter Rechtliche Grundlagen.

In der EU sind nur gewisse Materialien spezifisch geregelt. Für diese gilt – wie in der Schweiz – die Pflicht eine Konformitätserklärung mit vorgegebenen Angaben zur Verfügung zu stellen. Dies ist für FCM aus Kunststoff, Zellglasfolien (Cellophan), Keramik sowie aktive und intelligente Materialien der Fall. In der EU ist die Pflicht zur guten Herstellungspraxis (good manufacturing process – GMP) über die GMP-Verordnung geregelt, welche den Prozess der Konformitätsarbeit bei FCM umschreibt (2023/2006/EC). Diese Verordnung wurde an verschiedenen Stellen in die Schweizer Gesetzgebung integriert.

Für FCM aus Kunststoff sind Testbedingungen im Gesetz festgelegt. Diese sind in einer Guideline konkretisiert. Auch in der Schweiz kann diese Guideline als Richtlinie für Testbedingungen zugezogen werden:

Die Schweiz hat Konkretisierungen für die Anforderungen an FCM, welche weiter gehen als jene der EU. Spezifiziert sind insbesondere die Druckfarben und FCM aus Silikon für welche lange Substanzlisten existieren. Auch im Bereich der FCM aus Metall geht die Schweiz in einigen wenigen Punkten weiter als die EU.

Als Annäherung gilt, dass die Schweizer Gesetzgebung zu FCM auch erfüllt ist, falls die EU-Gesetzgebung sowie gegebenenfalls die Schweizer Konkretisierungen erfüllt sind.