Anforderungen

Ein Laborant zerschneidet einen Karton für die Analyse.
Zerkleinerung von Karton für die Analyse

Die allgemeinen und somit wichtigsten Anforderungen für FCM stehen in Art. 49 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegen-ständeverordnung (LGV). Der Artikel ist deckungsgleich mit Art. 3 der EU-Verordnung 1935/2004 zu FCM.

Artikel 49 LGV besagt, dass FCM nur Stoffe an Lebensmittel abgeben dürfen, die
a) gesundheitlich unbedenklich sind;
b) technisch unvermeidbar sind;
c) keine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung oder Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften der Lebensmittel herbeiführen.

Ausserdem muss bei der Herstellung die die gute Herstellungspraxis beachtet werden

Zudem gibt es in der Bedarfsgegenständeverordnung konkrete Anforderungen, welche sich im Detailgrad je nach Werkstoff enorm unterscheiden. Für Kunststoffe, Silikon und Druckfarben gibt es lange Listen von Stoffen, welche für die Herstellung von FCM zugelassen sind.
Für viele Materialien gibt es jedoch keine solchen Listen, und selbst dort wo die Listen existieren, decken sie nicht all Stoffe ab die Migrieren können. Reaktionsprodukte und Verunreinigungen, sowie Stoffe zur Herstellung von z.B. Klebstoffen werden nur über den oben erwähnten allgemeinen Artikel abgedeckt.
Da die chemische Kontrolle bei der Komplexität der FCM sehr schwierig ist, prüft das Kantonale Labor, ob die für die Herstellung eines FCM involvierten Firmen ihre Aufgaben richtig gemacht haben und im Rahmen ihrer Pflicht zur Selbstkontrolle untersucht haben, ob von ihren Produkten eine Gefährdung für die Gesundheit ausgehen könnte. Der Prozess dies Sicherzustellen geht über die ganze Lieferkette hinweg und wird Konformitätsarbeit genannt. Die Konformitätsarbeit beruht auf den Anforderungen der guten Herstellungspraxis, welche in der Bedarfsgegenständeverordnung aufgeführt werden.