Warum sind rohe Bohnen giftig?

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Rohe Bohnen sind im Gegensatz zu den gekochten toxisch. Dafür verantwortlich ist das darin enthaltene Phasin. Es gehört zu den in vielen rohen Hülsenfrüchten natürlicherweise vorkommenden Lektinen. Diese Proteine beeinträchtigen beim Menschen die Nährstoffaufnahme im Darm, indem sie mit Rezeptoren an den Darmepithelzellen reagieren und somit deren Funktion stören. Höhere Dosen können gar die Darmzotten zerstören. Der Genuss roher Bohnen kann zu Magen- und Darmbeschwerden bis hin zu starken Brechdurchfällen sowie Schleimhautentzündungen und Blutungen in diesem Bereich führen. Vorsicht ist insbesondere bei Kindern geboten, im Extremfall können bereits wenige rohe Bohnensamen ernsthafte Beschwerden auslösen.

Solche Komplikationen sind aber leicht zu vermeiden. Die Lektine können als Proteine durch Kochen zuverlässig deaktiviert werden. Deswegen sollte man Bohnen immer mindestens fünfzehn Minuten kochen. Dies gilt für grüne Bohnen jeder Art, weisse Bohnen, Kidneybohnen und Sojabohnen.

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