Was bedeuten die E-Nummern (z.B. E 450) in der Zutatenliste von Lebensmitteln?

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Die E-Nummern sind Kurzbezeichnungen für Zusatzstoffe. Dabei steht das "E" für Europa, wird aber auch als Abkürzung für essbar (englisch edible) gebraucht. Zusatzstoffe sind Stoffe, welche Lebensmitteln zugesetzt werden, um deren Beschaffenheit zu verändern oder darin Eigenschaften und Wirkungen zu erzielen. Zusatzstoffe werden üblicherweise nicht als Lebensmittel selbst verzehrt.

Zusatzstoffe werden je nach technologischer Wirkung in verschiedene Funktionsklassen eingeteilt:

    
Antioxidationsmittel / AntioxidantienBacktriebmittelEmulgatorenFarbstoffe
FestigungsmittelFeuchthaltemittelFüllstoffeGeliermittel
GeschmackverstärkerKomplexbildnerKonservierungsmittel / KonservierungsstoffeMehlbehandlungsmittel
Modifizierte StärkenPackgaseSäuerungsmittelSäureregulatoren
SchaummittelSchaumverhüterSchmelzsalzeStabilisatoren
Süssungsmittel / SüssstoffeTrägerstoffeTreibgaseTrennmittel / Antiklumpmittel
ÜberzugmittelVerdickungsmittelKontrastverstärker 

Als Zusatzstoffe zulässig sind nur die in der Zusatzstoffverordnung aufgeführten Stoffe. Zusatzstoffe müssen auf der Verpackung von vorverpackten Lebensmitteln im Verzeichnis der Zutaten deklariert werden. Dabei muss in jedem Fall die oben erwähnte Funktionsklasse, gefolgt entweder von der Einzelbezeichnung oder der zugehörigen E-Nummer angegeben werden. Zum Beispiel: „Konservierungsmittel: Sorbinsäure“ oder „Konservierungsmittel: E 200“.

Bei Lebensmitteln im Offenverkauf muss das Verkaufspersonal auf Nachfrage über die Zusammensetzung, d.h. auch über die verwendeten Zusatzstoffe, Auskunft geben können.

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