Neues Coronavirus

Aufgaben des Kantonalen Labors

Die höchste Priorität seitens der Lebensmittelkontrolle gilt, neben den Schutzmassnahmen des Bundes gegen die Ausbreitung des Virus, nach wie vor sicheren Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen.

Insbesondere möchten wir die Betriebe bei Herausforderungen und Problemen auf Grund der ausserordentlichen Situation unterstützen. Bei Fragen zur Lebensmittelsicherheit stehen wir Betrieben und Bevölkerung via Telefon und E-Mail zu Verfügung.

Fragen zur Herstellung und Abgabe von Desinfektionsmitteln können auch direkt an chemikalien@kl.zh.ch gerichtet werden. 

Weitere Informationen zum Coronavirus

Im Folgenden finden Sie chronologisch die von uns zum Thema Coronavirus und Lebensmittel erstellten Informationen und wichtige Links:

Coronavirus: Bundesrat lockert Deklarationsregeln bei Lebensmitteln (17.04.2020)

Die Coronakrise führt dazu, dass gewisse Zutaten und Verpackungsmaterialien in der Lebensmittelindustrie fehlen und ersetzt werden müssen. Deshalb stimmen die Angaben auf der Verpackung bei gewissen Lebensmitteln nicht mehr mit dem Inhalt überein. Um die Verfügbarkeit dieser Produkte zu sichern und Food Waste vorzubeugen, verabschiedete der Bundesrat eine Änderung der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung.

Abweichungen werden befristet toleriert, sofern die betroffenen Lebensmittel mit einem roten Kleber versehen werden. Dieser muss auf eine Internetseite verweisen, auf welcher über die tatsächlichen Eigenschaften (Zusammensetzung, Herkunft der Zutaten, Herstellungsmethode) des Lebensmittels und über den Grund der Abweichung informiert wird. Dieses Vorgehen ist nur dann zulässig, wenn es in keiner Weise die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten (z. B. bei Allergieproblemen) gefährdet.

Die Änderung ist ab sofort und während sechs Monaten gültig:
Informationen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
 

Stilllegung des Betriebs infolge COVID19 und Wiedereröffnung (08.04.2020)

Nach der Lockerung der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19), frühestens ab 19.04.2020, steht für viele Betriebe eine Wiedereröffnung an. Damit die Lebensmittelsicherheit während und nach der Lockerung der Massnahmen garantiert ist, sind bereits jetzt Vorkehrungen zu treffen. Zur Unterstützung der Betriebe hat das Kantonale Labor ein entsprechendes Merkblatt zusammengestellt:

Coronavirus und Nahrungsergänzungsmittel (06.04.2020)

rote Kapseln auf einem Tisch

Das Kantonale Labor Zürich hat vermehrt Anfragen zu Nahrungsergänzungsmitteln als Vorbeugung und Therapie gegen Coronaviren erhalten. Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und keine Heilmittel. Es gibt kein Nahrungsergänzungsmittel, das das Immunsystem stärkt oder den Körper vor einer Infektion mit Coronaviren schützen könnte. Schutz- oder Heilanpreisungen für Nahrungsergänzungsmittel sind verboten.

Eine zu hohe Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen kann schädlich sein. In Internetbeiträgen wird dazu geraten, zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen mit dem Coronavirus bis zu 30 Gramm Vitamin C täglich einzunehmen. Zum Vergleich: in einem Nahrungsergänzungsmittel dürfen pro Tagesdosis höchstens 300 mg Vitamin C, also 0.3 Gramm, enthalten sein. Die Referenzmenge beträgt rund 80 mg Vitamin C und kann durch eine normale, ausgewogene Ernährung gedeckt werden. Eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C, die über den täglichen Bedarf hinausgeht, bringt keinen zusätzlichen Nutzen. Der Körper scheidet überschüssiges Vitamin C über den Darm oder die Nieren aus. Möglicherweise kann bereits ein halbes Gramm Vitamin C pro Tag das Nierensteinrisiko erhöhen, höhere Dosen können zu Durchfall führen. Daher ist von der Zufuhr von so grossen Mengen an Vitamin C abzuraten.

Vor Gebrauch gut spülen (03.04.2020)

Duschkopf

Sicherstellung der Hygiene in vorübergehend ungenutzten Gebäude-Trinkwasserinstallationen während der Covid19-Pandemie:

Als Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus‐Infektionen mussten im März 2020 schweizweit Schulen, Sportanlagen, Schwimmbäder, Hotels, Restaurants und andere Gebäude geschlossen oder in der Nutzung stark eingeschränkt werden.Das Coronavirus ist nicht über das Trinkwasser übertragbar. Die Trinkwasserqualität kann aber trotzdem beeinträchtigt werden: Wenn über mehrere Wochen der bestimmungsgemässe Betrieb der Trinkwasserverteilsysteme nicht gewährleistet ist, erhöht sich durch die vermehrte Stagnation des Trinkwassers das Risiko für eine Legionellenkontamination. Die Hausinstallationen können auch durch andere Mikroorganismen übermässig verkeimt werden.Die Branchenverbände SVGW und suissetec haben zusammen ein Faktenblatt erarbeitet, in dem die nötigen Massnahmen zur Gewährleistung der einwandfreien Trink- und Duschwasserqualität beschrieben sind.

Verlängerte Zahlungsfristen (23.3.2020)

Das Kantonale Labor verlängert die Zahlungsfristen für alle offene Rechnungen auf 120 Tage.

Der Regierungsrat hat am 18.03.2020 entschieden, dass zur Abfederung der Folgender Corona-Krise die Zahlungsfrist für Debitorenrechnungen auf generell 120 Tage verlängert wird. Damit sind alle noch offenen Rechnungen des Kantonalen Labors erst spätestens 120 Tage nach Rechnungsdatum zu begleichen.

Darüber hinaus können Betriebe, welche eine Notlage geltend machen, mit unserer Buchhaltung buchhaltung@kl.zh.ch individuelle Zahlungsvereinbarungen treffen.

Keine Übertragung durch Lebensmittel (02.03.2020)

Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Lebensmittel auf den Menschen ist bis jetzt nicht beobachtet worden.
Es gelten daher nach wie vor die üblichen Hygieneregeln:

Richtig waschen. Richtig erhitzen. Richtig trennen. Richtig kühlen (siehe auch www.sichergeniessen.ch).

Zusätzlichen Schutz bieten allgemeine Hygieneempfehlungen, wie beispielsweise die Hände mehrmals täglich gründlich mit Seife waschen.

Inverkehrbringen von Desinfektionsmitteln (28.02.2020)

Hände- und Flächendesinfektionsmittel benötigen normalerweise eine Zulassung als Biozidprodukte. Zur Vermeidung etwaiger Versorgungsengpässe wegen der erhöhten Nachfrage für Desinfektionsmittel hat die Anmeldestelle Chemikalien zwei Ausnahmebewilligungen für das Inverkehrbringen von Desinfektionsmitteln auf der Basis von Alkohol bzw. Aktivchlor erlassen.

Danach sind gewisse Desinfektionsmittel ab sofort mit einer Zulassung für Ausnahmesituationen bewilligt, ohne dass von der Herstellerin ein Gesuch an die Anmeldestelle gestellt werden muss, bevor das entsprechende Produkt in Verkehr gebracht werden darf.

Die Ausnahme für Flächendesinfektionsmittel auf Chlorbasis gilt nur für Apotheken, Drogerien und Einrichtungen des Gesundheitswesens.
 

Informationen der Anmeldestelle Chemikalien (Bundesamt für Gesundheit) zu den Ausnahmezulassungen für Desinfektionsmittel: www.anmeldestelle.admin.ch