Qualität getrockneter Wildpilze aus dem Handel

16.01.2018 - Mitteilung

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Wild gewachsene, getrocknete Speisepilze aus dem Handel wiesen in den letzten Jahren oft Qualitätsmängel auf, die zu Beanstandungen führten. Die neuste Kampagne zeigt ein erfreuliches Resultat.

Getrocknete Pilze sind in der Gastronomie und der privaten Küche beliebte Geschmacksträger für vielerlei Gerichte und Saucen. In der Schweiz konsumieren Pilzliebhaber pro Jahr schätzungsweise 25 000 Tonnen frische, getrocknete, tiefgekühlte und in Dosen eingemachte Pilze. Das entspricht rund drei Kilogramm pro Person und Jahr. Da aber das einheimische Angebot bei Weitem nicht ausreicht um die grosse Nachfrage in der Schweiz zu decken, werden die geschätzten Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern der Welt importiert.
In den letzten Jahren zeigten Untersuchungen, dass getrocknete Steinpilze, Morcheln und Herbsttrompeten oft Qualitätsmängel aufwiesen und zu Beanstandungen führten. So lag die Beanstandungsquote 2015 bei rund 40 Prozent! Daher wurden auch 2017 Trockenpilze aus dem Handel unter die Lupe genommen.


Überraschend gute Qualität

In einer Kampagne der Lebensmittelkontrollen Aargau, St. Gallen, Thurgau und Zürich sind 20 Proben im Kantonslabor Thurgau gleichzeitig durch mehrere Experten begutachtet worden. Die Verkehrsfähigkeit von wild gewachsenen Speisepilzen ist seit Mai 2017 in der Schweizerischen Lebensmittelgesetzgebung durch die Verordnung Lebensmittel pflanzlicher Herkunft (VLpH) geregelt. Festgelegt sind hier die Pilzarten, welche in den Handel gelangen dürfen und verschiedene Höchstwerte für die Qualitätsanforderungen von frischen und konservierten Speisepilzen.
Geprüft wurden die Einhaltung der Höchstwerte für mineralische und organische Verunreinigungen, verkohlte oder angekohlte Pilze, verschimmelte und madig perforierte Pilze sowie der artfremde Anteil, Pilzbruch und die Feuchtigkeit. Gleichzeitig wurde die Kennzeichnung beurteilt.
Erfreulich: Keine der 20 visuell kontrollierten Stichproben getrockneter Steinpilze, Morcheln und Herbsttrompeten mussten bezüglich ihrer Qualität beanstandet werden. Nur eine Steinpilzprobe wurde wegen fehlender Angabe des Produktionslandes und wegen falscher Nährwertkennzeichnung beanstandet.
Ob die erfreulichen Ergebnisse tatsächlich auf die vermehrten Kontrollen und konsequenten Beanstandungen oder nur auf eine qualitativ bessere Pilzernte zurückzuführen ist, werden die Kontrollen in den kommenden Jahren zeigen.
 

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